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Seifen
Seifen sind waschaktive Substanzen, so genannte Tenside. Chemisch gesehen sind sie Alkalisalze höherer Fettsäuren, hergestellt aus pflanzlichen oder tierischen Fetten, die mit Natronlauge "verseift" aufgespalten werden. Sie werden heutzutage hauptsächlich zur Körperreinigung verwendet werden. Als Waschmittel von Stoffen und Textilien hat die Seife an Bedeutung verloren, da sich beim Waschprozess unlösliche Rückstände ("Kalkseifen") bilden.
Erste Seife wurde vor über 6.500 Jahren erfunden
Schon seit Jahrtausenden benutzen Menschen Seife. Bereits ca. 4.500 v. Chr. entwickelten die Sumerer eine Vorform, die aus Pottasche und Ölen hergestellt wurde. Um an die benötigte Pflanzenasche zu kommen, verbrannten die Sumerer Tannenzapfen oder Dattelpalmen. Sie übersahen jedoch den reinigenden Effekt und verwendeten das Gemisch als Heilmittel. Die Ägypter und Griechen (ca. 2.700 - 2.200 v. Chr.) dürften eine ähnliche Anleitung zur Herstellung von Seife verwendet haben, wobei erst die Germanen und Gallier die Seife als "dekoratives Kosmetikum" entdeckten. Sie verwendeten die aus Ziegen- Rinder- oder Hirschtalg hergestellte Seife als Bleichmittel für die Haare oder frisierten sich mit einer Art Seifen-Pomade; Bräuche, die von den Römern gerne übernommen wurden.

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