Fußpflege
Der Mensch und seine Füße - eine ambivalente Beziehung
Zu seinen Füßen hat der Mensch ein gespaltenes Verhältnis. Einerseits wird den Körperteilen, die uns im Leben kilometerweit tragen eine große Bedeutung beigemessen, aber andererseits werden sie ignoriert. Im Volksmund drehen sich viele Redensarten um die Füße: "Fest mit beiden Füßen auf dem Boden stehen", "auf großem Fuß leben" oder "sich nach etwas die Füße ablaufen". Das macht deutlich, welcher Wert den Füßen zugeschrieben wird.
Aber in Sachen Körperpflege stehen die Füße weit hinten an. Erst wenn Beschwerden auftreten,
in Form von schmerzenden Hühneraugen, Schwielen, Juckreiz oder Nagelproblemen, nehmen wir die Existenz der Füße spürbar zur Kenntnis. Dann wird den Betroffenen bei jedem Schritt schmerzhaft bewusst, welchen Belastungen die Füße ausgesetzt sind und wie wenig wir uns um sie gekümmert haben.
Gönnen Sie ihren gestressten Füßen ein wenig Aufmerksamkeit, gönnen sie ihnen eine regelmäßige Fußpflege, am besten täglich, mindestens aber einmal pro Woche.
Die Füße und Diabetes...
Warum ist es gerade für Diabetiker so wichtig auf ihre Füße zu achten? Die Füße eines Typ-2- oder eines Langzeit Typ-1-Diabetikers sind sehr empfindlich: durch eine Neuropathie (Erkrankung des Nervensystems) geht das Gefühl für die Füße verloren.
Ausserdem können durch eine ungenügende Blutzuckereinstellung, die die Infektionsabwehr verschlechtert, selbst kleinste Verletzungen zu schweren Entzündungen führen, die manchmal sogar eine Amputation erfordern
.
Daher sollten Diabetiker niemals selbst mit scharfen Instrumenten z.B. Hornhauthobel usw. die Hornhaut entfernen. Am besten sind Keramikfeilen geeignet. Diese können keine Verletzungen herbeiführen und sind hygienisch sauber zu halten.